Regulärer Schulstart im August geplant

Datum27.05.2020

Ab 8. Juni wieder täglicher Unterricht für alle Grundschulklassen

Im August soll ein reguläres Schuljahr starten

In Schleswig-Holstein soll im Juni die Betreuung in den Kindertagesstätten sowie der Unterricht an den Schulen weiter ausgeweitet werden. Darauf haben sich die Koalitionspartner verständigt. „Vor dem Hintergrund der geringeren Zirkulation des Coronavirus nehmen wir den Wunsch vieler Eltern, eine geregeltere Betreuung in Kitas und Schulen anzubieten, sehr ernst“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther dazu am 27. Mai in Kiel. Daher könne die Landesregierung es verantworten, schneller als geplant die Kita-Betreuung und den Unterricht an Schulen auszuweiten. Ziel der Landesregierung ist es zudem, ab dem 8. Juni Angebote der Kinder- und Jugenderholung sowie außerschulische Bildungsangebote wieder umfassender zu ermöglichen.

Bildungsministerin Karin Prien sagte: „Wir bereiten uns darauf vor, nach den Sommerferien am 10. August in ein reguläres Schuljahr 2020/21 zu starten.“ Es werde weiter Hygieneauflagen geben müssen, aber man plane Präsenzunterricht nach Fachanforderungen und Stundentafel. „Wir haben gute Erfahrungen mit dem Lernen auf Distanz gesammelt, aber ein gemeinsames Lernen vor Ort ist unverzichtbar für gute Schule“, so Prien.

Ab 8. Juni täglicher Unterricht

Bereits ab dem 8. Juni soll für alle Grundschülerinnen und Grundschüler eine tägliche Beschulung im Klassenverband wieder aufgenommen werden. „Auch im Hinblick auf das Recht auf Bildung, Chancengerechtigkeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist es besonders wichtig, dass wir mit den Grundschulen den ersten großen Öffnungsschritt gehen. Das alles geschieht vor allem vor dem Hintergrund, dass wir in den Grundschulen weiter sehr gut nachvollziehen können, wer zu welchem Zeitpunkt Kontakt zu wem hatte.“

Einen weiteren Schritt kündigte die Bildungsministerin an: In der letzten Woche vor den Sommerferien sollen alle Schülerinnen und Schüler tageweise in ihrem Klassenverband zusammenkommen. Dies bedeute nicht, dass alle Schülerinnen und Schüler zur gleichen Zeit in der Schule sein werden. Ein Regelbetrieb finde nicht statt: „Wir wollen einen guten Übergang in die Sommerferien und das nächste Schuljahr gestalten. Lehrerinnen und Lehrer werden so noch einmal mit ihren Schülerinnen und Schülern auf den Stoff schauen können. Austausch ist möglich und auch ein gemeinsames Besprechen der Erfahrungen mit dem Lernen auf Distanz.“

Medien-Information

 

Sonnabend, 16. Mai 2020

Bildungsministerin Karin Prien: Ab 1. Juni sollen alle Schulklassen wieder Präsenzunterricht erhalten

 

KIEL. Schleswig-Holsteins Schülerinnen und Schüler kehren langsam aber sicher in den Schulalltag zurück. „Das Kabinett hat heute unserem Vorschlag zugestimmt: Nach Phase 3, die in der kommenden Woche beginnt, sollen - mit der gebotenen Vorsicht und unter Beachtung der Hygienevorschriften - ab dem 1. Juni alle Jahrgangsstufen zumindest zeitweilig wieder Präsenzunterricht erhalten“, freute sich Bildungsministerin Karin Prien. „Auch, wenn es noch eine Weile dauern wird, bis wir wieder zum gewohnten regulären Unterricht zurückkehren können, so ist das jetzt doch ein entscheidender Schritt“, sagte sie. Die Ministerin dankte den Schulleitungen, den Lehrkräften und allen an Schule Beschäftigten sowie den Schulträgern und den Eltern: „Sie alle haben gemeinsam dafür gesorgt, dass unsere Schülerinnen und Schüler bisher so gut durch diese außergewöhnliche Situation gekommen sind.“
Die Strategie der stufenweisen Wiederöffnung der Schulen habe sich insgesamt bewährt.
„Ab dem 25. Mai beginnt nun die dritte Phase“, erläuterte die Ministerin. Folgende Jahrgangsstufen kämen nun auch zu Präsenzveranstaltungen in die Schulen:
• Grundschulen: Jahrgänge 1 -3 und weiterhin Jahrgang 4
• Gemeinschaftsschulen: Jahrgänge 8, 9 und 10
• Gemeinschaftsschulen mit Oberstufen: Jahrgänge 8, 9, 10, E und Q1
• Gymnasien: Jahrgänge 8, 9, 10, E und Q1 und weiterhin Jahrgang 6
• Berufsbildende Schulen: Fortsetzung der Prüfungen und parallel möglicher Unterrichtsbetrieb
• Förderzentren: Fortsetzung der Präsenzzeiten in enger Abstimmung mit den Sorgeberechtigten und den weiteren Unterstützungsstrukturen.
Die Gruppengrößen in der Notbetreuung an den Schulen sollen bereits ab dem 18. Mai erhöht werden. Außerdem können ab dem 25. Mai für die Kinder, die in der Schule sind, wieder Nachmittagsangebote geöffnet werden und Mensen und ähnliche Einrichtungen können bei Bedarf öffnen.
Ab dem 1. Juni beginnt die 4. Phase der Wiederöffnung und dann sollen auch folgende Jahrgangsstufen wieder zu Präsenzveranstaltungen die Schule besuchen:
• Gemeinschaftsschulen: Jahrgänge 5, 6 und 7
• Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe: Jahrgänge 5, 6 und 7
• Gymnasien: Jahrgänge 5, 7 und 9
Die Ministerin machte deutlich: „Wir wollen ab dem 1. Juni wieder für alle Schülerinnen und Schüler Unterricht ermöglichen, aber das Lernen in der Distanz wird doch noch einen wesentlichen Anteil haben.“ Sie forderte alle Lehrkräfte auf, insbesondere auch diejenigen, die von zuhause aus arbeiten, die Kontaktmöglichkeiten zu den Schülerinnen und Schülern zu nutzen. „Die Kinder und Jugendlichen und auch die Eltern brauchen Ihre pädagogische Unterstützung und fachliche Expertise.“
Wissenschaft
Mit der neuen Verordnung erhalten auch die Hochschulen weitere Freiräume für das Angebot von Präsenzveranstaltungen. Die erforderlichen Hygienemaßnahmen sind zu berücksichtigen. Hochschulbibliotheken, Mensen und Cafeterien können grundsätzlich wieder öffnen, vorausgesetzt, sie treffen entsprechende Infektionsschutz- und Hygienevorkehrungen.
Kultur
Das kulturelle Leben kehrt zurück in Schleswig-Holstein. Nachdem bereits Museen, Bibliotheken und Musikschulen ihre Türen öffnen durften, können nun ab Montag auch Volkshochschulen und Bildungsstätten ihr Programm beginnen. Auch Kinos können wieder Besucherinnen und Besucher empfangen, wenn sie die Hygieneleitlinien beachten. Ab dem 18. Mai kann der Probenbetrieb an den Theatern wiederaufgenommen werden, wenn die Arbeitsschutzbestimmungen umgesetzt sind. Und grundsätzlich sind überall auch Kulturveranstaltungen mit bis zu 50 Gästen unter Einhaltung bestimmter Standards möglich.
Kirchen
Gottesdienste sind überall wieder möglich. Besondere religiöse Feierlichkeiten wie Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen unterliegen weniger Einschränkungen als bisher.


Verantwortlich für diesen Pressetext: Patricia Zimnik | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur | Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-5805 | Telefax 0431 988- 5903 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de

Medien-Information


Dienstag, 28. April 2020


Kabinett beschließt zweite Phase bei Schulöffnung. Prien: „Langsame Öffnung der Schulen wichtig. Lernen mit und ohne Klassenzimmer.“

 

KIEL. Die Landesregierung hat heute (28. April) die zweite Phase der Schulöffnungen beschlossen. Bildungsministerin Karin Prien erläuterte dazu: „In der derzeitigen Situation ist ein regulärer Unterricht, wie wir ihn uns alle für die Kinder wünschen würden, ausgeschlossen. Es geht vielmehr darum, unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes eine vorsichtige Öffnung der Schulen für die Schülergruppen, die die Unterstützung am Nötigsten haben, zu erreichen.“
Prien betonte, dass das Bildungsministerium einen mehrstufigen Plan erarbeitet habe. „Nach der nun anlaufenden zweiten Phase sollen in weiteren Schritten bis zum Ende des Schuljahres alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bekommen, zumindest zeitweise Präsenzunterricht in der Schule wahrzunehmen. Dabei müssen wir natürlich immer die Entwicklung des Infektionsgeschehens im Blick behalten. Heute schon zu sagen, was in drei Wochen möglich ist, wäre nicht seriös.“ Karin Prien stellte dazu heute den Plan ab der kommenden Woche vor. So sollen ab dem 6. Mai die Schülerinnen und Schüler der 4. Jahrgänge an Grundschulen wieder Präsenzunterricht im Klassenzimmer bekommen. Ebenfalls ab dem 6. Mai werden die Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgänge an den Gymnasien unterrichtet, die in diesem Schuljahr noch die Möglichkeit der Querversetzung haben. An den Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe wird es ab dem 18. Mai Beratungsangebote für die Jahrgänge 9 und 10 geben, an den Gymnasien und den Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe ab dem 6. Mai Beratungsangebote für die Schülerinnen und Schüler der Eingangsphase (E) und der Qualifikationsphase 1 (Q1). „Unser Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung der besonders förderbedürftigen Gruppen“, betonte die Ministerin. So werde auch versucht, einzelne Angebote für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) zu öffnen, damit besonders Schülerinnen und Schüler, die derzeit keinen oder wenig Kontakt zur deutschen Sprache haben, mit ihren Lehrkräften üben können.
Prien: „Durch ein im Detail ausdifferenziertes Stufenverfahren wollen wir einerseits für so viele Schülerinnen und Schülern wie möglich Präsenzzeiten in der Schule erreichen, dabei aber andererseits Gruppen voneinander getrennt halten und Kontakte vermeiden.“ Prien
verwies darauf, dass nach den Abschlussprüfungen an den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler anstehe, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen wollen. „Außerdem ist es uns wichtig, dass alle Schülerinnen und Schüler die entsprechende Beratung bekommen, um die richtigen Entscheidungen für ihren weiteren Bildungsweg zu treffen“, so die Ministerin. Der Plan des Ministeriums sehe daher auch gezielt die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase der Oberstufe und der Q1 an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe vor. Selbstverständlich werde die Notbetreuung fortgeführt, allerdings dürfte nicht zwischen Notbetreuung und dem Unterricht für die Jahrgänge 4 bis 6 gewechselt werden, um die Gruppen nicht zu durchmischen. „Wir werden daher sicherstellen, dass für diese Kinder auch in der Notbetreuung eine entsprechende Lernbegleitung stattfindet.“
„Jede Schülerin und jeder Schüler bekommt zum 6. Mai von seiner Schule eine Information, wie das Lernen für ihn individuell weitergeht. Die Eltern können sich darauf verlassen, dass es eine Woche Vorlauf zur Planung des Schulbesuches gibt“, so Karin Prien. Dabei werde Lernen in der Schule, zu Hause und auf digitalen Kanälen von den Schulen gemeinsam und ergänzend gedacht, um allen Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden.
Ministerin Prien erklärte außerdem, dass den Schulen Handreichungen mit Hygienehinweisen zugehen werden, die mit dem Gesundheitsministerium abgestimmt sind. Die bisherigen Erfahrungen bei den Abiturprüfungen und der Vorbereitung auf ESA und MSA an den Gemeinschaftsschulen hätten gezeigt, dass Hygiene und Abstandswahrung in den Schulen gut umzusetzen seien. „Mein ausdrücklicher Dank gilt den Schulleitungen vor Ort, die entsprechend ihrer räumlichen Möglichkeiten unser Hygienekonzept toll umgesetzt haben.“ Diese Erfahrungen gelte es jetzt weiter umzusetzen. Den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, Epidemiologisches Bulletin Nr. 19 (2020) für die Wiedereröffnung von Bildungseinrichtungen, folgend empfehle das Bildungsministerium zusätzlich das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (MNB) für alle Personen in Schule auf den Laufwegen, Fluren und in den Pausen, in denen das Abstandsgebot nicht oder nur schwer eingehalten werden kann. „Wer darüber hinaus in Schule eine MNB tragen möchte, darf dies selbstverständlich jederzeit tun“, so Ministerin Prien.
Folgender Plan gilt für die Schulen in Schleswig-Holstein in der zweiten Öffnungsphase ab dem 4. Mai 2020:
• Grundschulen ab 6. Mai 2020 Unterricht für die 4. Jahrgangsstufe.
• Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe ab 18. Mai 2020: Beratungsangebote für die Jahrgänge 9 und 10.
• Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe ab 06. Mai 2020: Beratungsangebote für die Eingangsphase (E) und die Qualifikationsphase 1 (Q1), ab 11. Mai Beratungsangebote für die Jahrgänge 9 und 10.
• Gymnasien ab 06. Mai 2020: 6. Jahrgang und Beratungsangebote für die Eingangsphase (E) und Qualifikationsphase 1 (Q1) und Beratungsangebote bei G8 für die Jahrgänge 9, bei G9 für die Jahrgänge 10.
• Berufliche Schulen ab 06. Mai 2020: Wiederaufnahme von Präsenzangeboten nach Maßgabe der Entscheidung der beruflichen Schulen für die einzelnen Klassen und Gruppen für Präsenzangebote.
• Förderzenten: Die Förderzentren nehmen Kontakt zu den Eltern und Schülerinnen und Schülern auf und besprechen das weitere individuelle Vorgehen. Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden analog zu der besuchten Schule, zu der ein Schulverhältnis besteht, in die Planung zur Wiederaufnahme der Präsenzzeiten einbezogen.


Verantwortlich für diesen Pressetext: David Ermes | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur | Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-5805 | Telefax 0431 988- 5903 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de

Durch Klick auf den Button haben Sie Zugriff auf die FAQ des Bildungsministeriums bzgl. Corona&Schule

Medien-Information
Sonntag, 19. April 2020

 

Bildungsministerium informiert über neue Regeln für Notbetreuung,
Prüfungsvorbereitung und „Lernen ohne Klassenraum“.


KIEL. Die Landesregierung hat gestern (18. April) zur Umsetzung der Beschlüsse der
Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder und der Bundeskanzlerin vom
15. April entsprechende Landesregelungen beschlossen. Für die Schulen bedeuten diese
neuen Regeln Änderungen bei der Notfallbetreuung, den Betretungsverboten und der
weiteren Prüfungsvorbereitung.
Was ändert sich bei den Betretungsverboten für Schulen im Land?
Es gilt weiterhin grundsätzlich ein Betretungsverbot für Schulen in Schleswig-Holstein.
Eine Reihe von Ausnahmen regeln, wie der Schulbetrieb langsam wieder hochgefahren
wird. Dies beginnt ab dem 21. April in den Schulen mit den schriftlichen Abiturprüfungen
sowie ab dem 22. April mit der Vorbereitung auf Abschlussprüfungen zum Ersten
Allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA) und Mittleren Schulabschluss (MSA).
Die Schulen betreten dürfen also:
• alle an den Abschlussprüfungen beteiligten Personen,
• diejenigen Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10, die auf die
Abschlussprüfungen vorbereitet werden,
• alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an den Schulen tätig sind,
• Einzelpersonen nach Absprache (z. B. zum Abholen von Arbeitsmaterialien, zum Führen
von Beratungsgesprächen usw.),
• sowie alle Schülerinnen und Schüler in der Notbetreuung.
Die Teilnahme an den Vorbereitungen für die Abschlussprüfungen zum ESA und MSA
sind für alle Schülerinnen und Schüler in den Räumen der Schule verpflichtend, sofern sie
nicht zur Risikogruppe gehören. Für Schülerinnen und Schüler, die zur Risikogruppe
gehören oder die mit einer besonders gefährdeten Person in einem Haushalt leben,
werden individuelle Lösungen durch die Schulen gefunden.
Inwiefern Lehrerinnen und Lehrer ab Montag in der Schule oder im Homeoffice arbeiten,
erfahren diese durch ihre Schulleitungen.
Die Notbetreuung wird ausgeweitet.
Ab Montag (21. April) wird weiterhin eine Notbetreuung an den Schulen für Schülerinnen und Schüler bis einschließlich zur 6. Jahrgangsstufe angeboten. Dieses Angebot gilt für Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden oder Kinder, bei denen ein Elternteil in einem Bereich arbeitet, der für die Aufrechterhaltung kritischer Infrastrukturen notwendig ist und dieses Elternteil keine Alternativbetreuung ihrer Kinder organisieren kann.
Die Angebote der Notbetreuung können in Anspruch genommen werden von
 Eltern, die in einem Bereich arbeiten, der für die Aufrechterhaltung kritischer Infrastruktur notwendig ist und keine Alternativbetreuung organisiert werden kann. Wer zur kritischen Infrastruktur gehört, finden Sie weiter unten.
 berufstätigen Alleinerziehenden, die keine Alternativbetreuung organisieren können.
 Eltern mit Kindern, die einen täglichen, hohen Pflege- und Betreuungsaufwand benötigen, dem im häuslichen Rahmen nicht entsprochen werden kann.
 Eltern, die selbst an einer Abschlussprüfung teilnehmen für die Dauer der Abschlussprüfung sowie für die Zeit der Vorbereitung auf eine Abschlussprüfung in der Schule.
Im Bereich Schule haben Personen Anspruch auf Notbetreuung, sofern sie zur Aufrechterhaltung einer Notbetreuung sowie zur Durchführung der Abschlussprüfungen oder der Vorbereitung auf Abschlussprüfungen eingesetzt werden. Dazu zählen zum Beispiel Lehrkräfte, Hausmeisterinnen und Hausmeister, Schulbegleitungen, Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen und Schulsekretariate.
Die vollständige Liste der Personen, die Anspruch auf eine Notbetreuung haben, ist unter https://schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/FAQ/Dossier/Schule.html einzusehen.
Das Bildungsministerium weist besonders darauf hin, dass Eltern sich melden, bevor (!) sie ihr Kind zur Notbetreuung bringen. Zur Organisation und Wahrung der Hygieneregeln ist es sehr wichtig, dass Kinder nicht unangekündigt zur Notbetreuung gebracht werden. Bitte rufen Sie zuvor in der Schule an.
Welche Prüfungsvorbereitung findet für ESA und MSA statt?
Die Prüfungsvorbereitung startet am 22.04. und findet immer an den Tagen statt, an denen kein Abitur geschrieben wird (also nicht am 24.04, 30.04, 05.05.) Das gilt auch für die Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufen, an denen keine Abiturprüfungen geschrieben werden. Die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen werden zu Beginn der Woche von ihren Lehrkräften informiert, wie genau ihre Prüfungsvorbereitungen ablaufen werden.
Wie werden alle anderen Schülerinnen und Schüler beim Lernen unterstützt?
Alle Lehrerinnen und Lehrer stellen sicher, dass ihre Schülerinnen und Schüler vom 20. bis 30. April Arbeitsaufträge erhalten, die sie selbstständig zu Hause bearbeiten können. Die Lehrkräfte klären mit ihren Schülerinnen und Schüler, wie die jeweilige Kommunikation abläuft. Dies kann per Mail, Telefon oder auf anderem Wege geschehen. Auch ein Betreten der Schule, um etwa Lernmaterialien für das häusliche Lernen abzuholen, ist nach vorheriger Absprache möglich.
Die Lehrkräfte nehmen nach Möglichkeit täglich Kontakt zu ihren Schülerinnen und Schülern auf, um sie in der Bearbeitung der Arbeitsaufträge zu unterstützen.
Folgende Zitate von Ministerin Prien.
Zur Notfallbetreuung: „Wichtig ist, dass die Notfallbetreuung auch weiterhin eine Betreuung nur für den Notfall ist. Erfreulicherweise waren die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner in den vergangenen Wochen sehr verantwortungsbewusst und nur sehr wenige Eltern haben die Notfallbetreuung in Anspruch genommen. Für die Lehrkräfte im Land ist der Hinweis wichtig, dass sie auch einen Anspruch auf Notfallbetreuung für ihre Kinder haben, sofern sie in den Schulen gebraucht werden.“
Zu den Abiturprüfungen: „Unser Schülerinnen und Schüler sind durch ihre Schullaufbahn gut vorbereitet. Sie können auf ihr Wissen und ihr Können vertrauen. Die Schulen im Land haben sich in den vergangenen Tagen intensiv auf die organisatorischen Rahmenbedingungen vorbereitet.“
Zur Vorbereitung ESA/MSA: „Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die in diesem Sommer ihren Ersten Allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA) oder ihren Mittleren Schulabschluss (MSA) machen, werden zu Beginn der Woche von ihren Lehrkräften über den Zeitplan der Prüfungsvorbereitung informiert. Das beinhaltet sowohl strukturiertes Lernen zu Hause als auch die Gruppenarbeit und Prüfungsvorbereitung durch die Fachlehrkräfte in den Schulen.“
Zum „Lernen ohne Klassenraum“: „Zu Beginn der Woche werden die Lehrerinnen und Lehrer alle ihre Schülerinnen und Schüler darüber informieren, wie es in den kommenden zwei Wochen mit dem Lernen weitergeht. Unser Institut für Qualitätsentwicklung hat die Osterferien genutzt und das Fachportal Lernnetz aufgebaut. Es bietet Lehrkräften, aber auch Eltern, wertvolle Hinweise und Materialien, um das Lernen während der Corona-Krise zu unterstützen.“
https://fachportal.lernnetz.de/

 

!Informationen zur Notbetreuung!

 

Die bisherigen Verordnungen und Erlasse in Schleswig-Holstein zur Corona-Pandemie gelten noch bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020. Für die Zeit ab dem 20. April wird das weitere Vorgehen derzeit erarbeitet und morgen im Kabinett verabschiedet. Eine konkrete Umsetzung im Verordnungswege und über Allgemeinverfügungen für die Kreise und kreisfreien Städte wird über das Wochenende erwartet. Für Ihre Planungen kann ich schon jetzt mitteilen, dass Sie und Ihre Einrichtung sich bitte auf eine Weiterführung der Notbetreuung ab dem 20. April 2020 bis zur 6. Jahrgangsstufe vorbereiten. Wie zum Teil bereits der Presse zu entnehmen war, ist in Schleswig-Holstein eine Ausweitung der bestehenden Notbetreuungsangebote geplant:

 

  1. die Tätigkeit eines Elternteiles bei Berufstätigkeit im Bereich kritischer Infrastruktur soll als ausreichend zur Notbetreuung anerkannt werden und
  2. berufstätigen Alleinerziehenden ist grundsätzlich eine Notbetreuung zu ermöglichen, unabhängig von einer Tätigkeit im Bereich kritischer Infrastruktur.
  3. Ebenfalls sind weiterhin Kinder in der Notbetreuung aufzunehmen, die aus Sicht des Kinderschutzes besonders schützenswert sind.

 

Wenn bei Ihnen für Montag ein Notbetreuungsbedarf besteht, melden Sie sich bitte bis spätestens morgen (Sonntag, 19.04.) 10:00 Uhr  unter bekannter EMail Adresse von Frau Pöggel. 
Es muss sowohl das bisherige Formular (download hier) sowie eine Bescheinigung Ihres Arbeitgebers vorlegen, in welchem das persönliche Erscheinen am Arbeitsplatz als notwendig bestätigt wird. Beide Dokumente werden vor Beginn der Notbetreuung benötigt. Nutzen Sie zur Abgabe unbedingt die Klingel der Schule, dort werden die Dokumente in Empfang genommen. Für Eltern gilt weiterhin das Betretungsverbot, daher müssen die Kinder vor der Schule abgesetzt und abgeholt werden. 

 

Medien-Information
Donnerstag, 16. April 2020

 

Bildungsministerin Karin Prien: „Prüfungen beginnen wie geplant in der
kommenden Woche. Erst ab dem 4. Mai schrittweise Öffnung der Schulen“

 

KIEL. Statement von Bildungsministerin Karin Prien zum Schulunterricht und den
Abschlussprüfungen an den schleswig-holsteinischen Schulen. Sie sagte
heute (16. April) in Kiel:
„Gestern haben die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten gemeinsam mit der
Bundeskanzlerin das weitere Vorgehen in der Corona-Krise besprochen. Dabei sind gute
und weitsichtige Beschlüsse gefasst worden, die wir nun in Schleswig-Holstein umsetzen
werden. Transparente und kontinuierliche Informationen sind wichtig. Lassen Sie mich
daher damit beginnen, was wir Stand heute sicher sagen können.
Mit dem kommenden Dienstag, 21. April, beginnen in Schleswig-Holstein die
Abiturprüfungen. Die Schulen im Land haben sich in den vergangenen Tagen intensiv auf
die Durchführung der Prüfungen vorbereitet: Stühle und Tische sind auf Abstand gestellt,
Raumpläne wurden erstellt und die Schulleitungen planen mit ihren Kollegien die
Klausuraufsichten.
Bei der Beschaffung der notwendigen Handdesinfektionsmittel konnten wir den
kommunalen Schulträgern unter die Arme greifen. Unser Ziel war und ist es, dass die
Abiturprüfungen unter den bestmöglichen Bedingungen geschrieben werden können. Den
Abiturientinnen und Abiturienten aber auch deren Familien sage ich heute: Machen Sie
sich keine Sorgen über die Umstände der Prüfungen. Konzentrieren Sie sich auf ihr
Können und ihr Wissen. Sie sind gut vorbereitet!
In Schleswig-Holstein beginnen dann am 22. April die Prüfungsvorbereitungen für die
Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen, die in diesem Jahr ihren ESA oder MSA
machen.
Bund und Länder haben sich gestern darauf verständigt, dass die Schulen insgesamt
bundesweit frühestens ab dem 4. Mai 2020 schrittweise wieder geöffnet werden.
Wir werden jetzt gemeinsam mit den anderen Ländern in der Kultusministerkonferenz einen weiteren Fahrplan erarbeiten. Dabei werden besonders die vierten Jahrgänge der Grundschulen und die Schülerinnen und Schüler in den Fokus rücken, die im kommenden Schuljahr 2020/21 ihren Abschluss machen.
Die Entscheidungen, wann welcher Schulunterricht in den Schulen wieder aufgenommen wird, sind noch nicht getroffen. Wir müssen auf Sicht fahren! Wichtigste Aufgabe allen staatlichen Handelns ist weiterhin der Gesundheitsschutz und die Bekämpfung der Verbreitung des Coronavirus. Nach den heutigen Gesprächen der Jamaika-Koalition werden wir morgen im Kabinett über erste Schritte beschließen. Diesen Beschlüssen kann und will ich nicht vorgreifen.
Mir ist aber wichtig, dass wir einige Dinge schon heute klar und deutlich sagen:
Schicken Sie ihre Kinder bitte am Montag, 20. April, nicht einfach in die Schule. Die Notbetreuung findet selbstverständlich weiterhin statt, aber die Lehrerinnen und Lehrer im Land werden am Montag mit ihren Schülerinnen und Schülern in Kontakt treten und sie darüber informieren, wie das „Lernen ohne Klassenraum“ weitergeht.
Unser Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen hat die Osterferien genutzt und die digitalen Lernangebote noch breiter aufgestellt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich Ihnen hier und heute nicht im Detail sagen kann, was an welcher Schule stattfinden wird. Ich kann ihnen aber zusichern, dass wir in den kommenden Wochen alle Schülerinnen und Schüler eng beim Lernen begleiten werden. Das gilt insbesondere für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die unsere besondere Unterstützung benötigen.
Die Lehrerinnen und Lehrer im Land werden in den kommenden Tagen kontinuierlich durch ihre Schulleitungen auf dem Laufenden gehalten. Auch wir werden aus dem Ministerium mit größtmöglicher Transparenz über die nächsten Schritte berichten.“

Gesundheitsministerium und Bildungsministerium informieren:


Weiteres Vorgehen an Schulen (relevante Informationen für Eltern) (Stand 20.03.2020)

 

Bedarf/Organisation für eine Notbetreuung an Schulen

Mit Geltung ab dem 16. März 2020 sind Betretungsverbote sowie Verbote von schulischen Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler für die öffentlichen Schulen und in Schulen in freier Trägerschaft erlassen worden. Ausgenommen sind Kinder von Personen, die als in Bereichen der kritischen Infrastrukturen Beschäftigte zur Aufrechterhaltung dieser Strukturen und Leistungen erforderlich sind. Zu den kritischen Infrastrukturen zählen insbesondere folgende Bereiche:

  • Energie -Strom, Gas, Kraftstoffversorgung etc.,
  • Ernährung, Hygiene (Produktion, Groß-und Einzelhandel) -inkl. Zulieferung, Logistik,
  • Finanzen -ggf. Bargeldversorgung, Sozialtransfers,
  • Gesundheit -Krankenhäuser, Rettungsdienst, Pflege, ggf. Niedergelassener Bereich, Medizinproduktehersteller, Arzneimittelhersteller, Apotheken, Labore
  • Informationstechnik und Telekommunikation -insbesondere Einrichtung zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze,
  • Medien und Kultur -Risiko-und Krisenkommunikation,
  • Transport und Verkehr -Logistik für die KRITIS, ÖPNV,
  • Wasser und Entsorgung,
  • Staat und Verwaltung -Kernaufgaben der öffentlichen Verwaltung, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Bundeswehr Justiz, Veterinärwesen, Küstenschutzsowie
  • Lehrkräfte, Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen sowie ggf. Erzieherinnen und Erzieher.

Erforderlich ist, dass beide Elternteile in einem dieser Bereiche tätig oder alleinerziehend sind. Eine Ausnahmeregelung gilt für Beschäftigte im Bereich der medizinischen-pflegerischen Versorgung, bei denen es für die Inanspruchnahme einer Notbetreuung ausreicht, wenn beide Elternteile berufstätig sind und ein Elternteil des Kindes in einer Gesundheits-oder Pflegeinrichtung bzw. in einem ambulanten Pflegedienst tätig ist. Auf den einschlägigen Erlass des MSGJFS zuletzt vom 19. März 2020 wird verwiesen.
Von dem Betretungsverbot ausgenommen sind ebenfalls diejenigen Schülerinnen und Schüler, die einen täglichen hohen Pflege-und Betreuungsaufwand benötigen, dem im häuslichen Rahmen nicht entsprochen werden kann. Für diese Schülerinnen und Schüler wird ein schulischer Notbetrieb (Betreuung) auf Elternwunsch nach Entscheidung der Schulleitung sichergestellt. Da diese Schülerschaft zur besonderen vulnerablen Bevölkerungsgruppe gehört, sind entsprechende Schutzmaßnahmen zu beachten. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens durch die erforderlichen Schutzmaßnahmen sind derzeit bis zum 19. April 2020 vorgesehen. Um trotz der Schulschließung und zur Vermeidung von Betreuungslücken den Eltern aus diesen besonders benötigten Berufsfeldern ihren Dienst für uns zu ermöglichen, stellen Schulen ein Notbetreuungsangebot zur Verfügung.
Die Notbetreuung findet grundsätzlich an der zuständigen Schule statt. Die betroffenen Eltern melden rechtzeitig ihren Betreuungsbedarf bei der Schule an.
Grundsätzlich besteht das Notbetreuungsangebot von 08.00 bis 13.00 Uhr. In Abstimmung mit den Eltern und ggf. auch den Trägern der schulischen Ganztagsbetreuung kann es auch in darüberhinausgehenden Zeiten ermöglicht werden.

Die besondere Situation kann es erforderlich machen, dass Eltern, die den o.g. Berufsgruppen angehören, nicht wie geplant in den Osterferien ihre Kinder betreuen können, sondern Dienst tun müssen. Um für diese Eltern eine verlässliche und planbare Betreuungssituation im außerordentlichen Bedarfsfall sicherzustellen, soll an den Schulen bis zum 19. April 2020 ein Notbetreuungsangebot zur Verfügung stehen. Dafür melden die Eltern bis zum 25. März 2020 die entsprechenden Bedarfe bei der Schule an. Während der Ferienzeit stellen die Schulen eine Erreichbarkeit für die Eltern sicher, damit neu auftretende Bedarfe zur Notbetreuung angemeldet werden können.

 

Gesundheitsministerium und Bildungsministerium informieren:
Wichtige Hinweise zum Coronavirus – Weiteres Vorgehen an Schulen/ Kitas

KIEL. Um die Infektionskette des Coronavirus weiter einzudämmen, hat die Landesregierung heute (13.3.) entschieden, dass Schulkinder und Kitakinder ab Montag zu Hause bleiben sollen. Ab kommendem Montag gilt folgendes:

Der Lehrbetrieb an Schulen ab Klasse 7 – Klasse 13 wird ab Montag, 16.3., ausgesetzt bis zum Ende der Osterferien (19.4.) Schülerinnen und Schüler haben keinen Unterricht an den Schulen. Alle Abschlussprüfungen, insbesondere die Abiturprüfungen, werden auf die vorgesehen Alternativtermine (Nachprüfungen) nach den Osterferien verlegt. Die Landesregierung ist bestrebt sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler ihre Prüfungen absolvieren und ihre Abschlüsse im laufenden Schuljahr erreichen können, um eine Fortsetzung der Bildungslaufbahn zu ermöglichen.

Der Lehrbetrieb an Schulen von Klasse 1 – 6 wird ab Montag, 16.3. ausgesetzt bis zum Ende der Osterferien (19.4.). Für Kinder der Klassen 1-6 wird zunächst bis Mittwoch 18.3. weiterhin eine Betreuung in den Schulen ermöglicht, wenn folgende Voraussetzungen zutreffen: Beide Eltern oder ein alleinerziehender Elternteil arbeitet in einem Bereich, der für die Aufrechterhaltung der wichtigen Infrastrukturen notwendig ist und diese Eltern keine Alternativ-Betreuung ihrer Kinder organisieren können. Zu den Arbeitsbereichen gehört beispielsweise die Infrastruktur des Gesundheitsbereiches (u.a. Kliniken, Pflege, Unternehmen für Medizinprodukte), Versorgung (Energie, Wasser, Lebensmittel, Arznei), Justiz, Polizei, Feuerwehr, Erzieherinnen/er, Lehrerinnen/er. Das Land wird in Abstimmung mit den Schulen bis Mittwoch 18.3. das weiterer Verfahren und evtl. weiterhin bestehende Bedarfe prüfen.

Die Kinderbetreuung an Kitas wird ab Montag, 16.3. ausgesetzt bis zum Ende der Osterschulferien (19.4.). Für diese Kinder wird zunächst bis Freitag 20.3. weiterhin eine Betreuung in den Betreuungseinrichtungen ermöglicht, wenn folgende Voraussetzungen zutreffen: Beide Eltern oder ein alleinerziehender Elternteil arbeitet in einem Bereich, der für die Aufrechterhaltung der wichtigen Infrastrukturen notwendig ist und diese Eltern keine Alternativ-Betreuung ihrer Kinder organisieren können. Zu den kritischen Infrastrukturen nach dieser Verfügung zählen folgende Bereiche:

  • Energie – Strom, Gas, Kraftstoffversorgung etc. (§ 2 BSI-KritisV),
  • Wasser: Öffentliche Wasserversorgung, öffentliche Abwasserbeseitigung (§ 3 BSI-KritisV),
  • Ernährung, Hygiene (Produktion, Groß-und Einzelhandel) – inkl. Zulieferung, Logistik (§ 4 BSI-KritisV),
  • Informationstechnik und Telekommunikation – insb. Einrichtung zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze (§ 5 BSI-KritisV),
  • Gesundheit – Krankenhäuser, Rettungsdienst, Pflege, ggf. Niedergelassener Bereich, Medizinproduktehersteller, Arzneimittelhersteller, Apotheken, Labore (§ 6 BSI-KritisV),
  • Finanzen – ggf. Bargeldversorgung, Sozialtransfers (§ 7 BSI-KritisV),
  • Transport und Verkehr – Logistik für die KRITIS, ÖPNV (§ 8 BSI-KritisV),
  • Entsorgung (Müllabfuhr)
  • Medien und Kultur – Risiko- und Krisenkommunikation,
  • Staat und Verwaltung – Kernaufgaben der öffentlichen Verwaltung (Regierung und Verwaltung, Parlament sowie Organe der kommunalen Selbstverwaltung), Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Justiz, Veterinärwesen, Küstenschutz sowie
  • Grundschullehrkräfte, Sonderpädagoginnen an Förderzentren mit Internatsbetrieb, in Kindertageseinrichtungen Tätige

Dabei sind in den o.a. Bereichen nur Personen erfasst, deren Tätigkeit für die Kernaufgaben der Infrastruktur relevant ist.

Auch diese Personengruppen sollen schließlich versuchen, für die Zeit nach dem 18. März 2020 eine Betreuung im häuslichen Umfeld sicherzustellen. Nur wenn das in Ausnahmefällen nicht möglich ist, soll ein schulisches Notbetreuungsangebot bereitgestellt werden.

Alle Berechtigten müssen eine schriftliche Bestätigung ihres Arbeitgebers vorlegen. Die Schulleitungen müssen die Bedarfe erfassen. Das Betreuungsangebot ist ausdrücklich kein Unterrichtsangebot.

Um für diesen Personenkreis notfalls auch über den 18. März 2020 hinaus einen Notfallbetrieb organisieren zu können, sind die Eltern aufgerufen, ihren entsprechenden Betreuungsbedarf der Schule anzuzeigen.

Förderzentren werden aufgrund ihrer individuellen Betreuungsstruktur bei Bedarf weiterhin eine notwendige Betreuung anbieten.